Opera meets Cuba

In ihrer einzigartigen Programm-Reihe der außergewöhnlichen Symbiose von Abendland und Karibik haben sich Klazz Brothers & Cuba Percussion speziell der Operngeschichte angenommen. Mit ihrem Programm „Opera meets Cuba“ eröffnen die Meister des Classical Crossover im perfekten Zusammenspiel aus bekannten Opernmelodien und kubanischem Latin Jazz eine völlig neue Sicht auf die Opernwelt. Die fünf exzellenten Musiker verschmelzen in gewohnt virtuoser Weise Klassiker der Opernliteratur mit Salsa, Bolero, Son, Cha Cha Cha, Merenge und vielem mehr. Das Ergebnis sind groovende Latinadaptionen berühmter Ouvertüren und Arien aus 400 Jahren Operngeschichte von Händel bis Gershwin. So präsentiert das Quintett die Barock-Arie „Lass mich mit Tränen“ aus Händels Oper „Oreste“ im karibisch-beschwingten 5/4-Takt eines Son, während Verdis Ouvertüre zu „Die Macht des Schicksals“ zum mitreißenden Cha Cha Cha und die beliebte Arie „La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“ zum Mambo mutiert. Daneben erklingt Richard Wagners „Tannhäuser“-Ouvertüre als moderne Jazzballade, und mit „It ain’t necessarily so“ im Bossa Nova-Stil aus George Gershwins „Porgy and Bess“ fehlt auch eine Reminiszenz an die erste amerikanische Erfolgsoper nicht.

Die CD zu „Opera meets Cuba“, die 2007 bei Sony Music erschien, ist bereits die sechste in der erfolgreichen Alben-Reihe des Ensembles. Nach einigen Ausflügen mit instrumentaler und vokaler Verstärkung bleiben Klazz Brothers & Cuba Percussion hier bei ihren akustischen Instrumenten und verzichten gänzlich auf Gäste. Einzige Ausnahme bilden zwei musikalische Zitate: Mit Maria Callas’ Version von „O mio babbino caro“ aus Puccinis „Gianni Schicchi“ sowie „Farandole“ aus Bizets „L’Arlésienne“-Suite Nr. 2 gespielt vom Rundfunk Sinfonieorchester Berlin unter Ferenc Fricsay erweist das Quintett zwei wunderbaren Plattenraritäten aus der Mono-Ära der 1950er Jahre die Ehre.

Elio Solo